Raumduft selber machen – eine Anleitung

Raumduft selber machen

Seit uralten Zeiten verbrennen die Menschen Kräuter und Blüten, um einen angenehmen Geruch in den eigenen vier Wänden zu bekommen. Bei vielen heiligen Zeremonien weltweit spielen ebenfalls besondere Düfte eine große Rolle und selbst kleine Kinder wissen, dass uns Wohlgerüche ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Das kommt nicht von ungefähr, sondern liegt an der engen Verbindung der Nase zum Gehirn.

Zudem werden in unserem Gedächtnis oft Gerüche und Erinnerungen miteinander verbunden gespeichert, denn obwohl Menschen ihren Geruchssinn unterschätzen, ist er einer unserer wichtigsten Körpersinne. Darum sollte die Nase möglichst häufig angenehmen Reizen wie durch einen selbst gemachten Raumduft zufriedengestellt werden. Das verbessert nicht nur den Wohlfühlfaktor in den eigenen vier Wänden, sondern kann sogar stimulierende, beruhigende oder gesundheitsfördernde Aspekte haben.

Selbst gemachte Raumdüfte vorziehen

Es nicht wichtig, ein begeisterter Parfümeur zu sein, um sich einen besonderen Raumduft zu kreieren. Im Gegenteil, es ist sogar sehr einfach und macht obendrein noch Spaß. Zudem sind die nötigen Zutaten entweder leicht zu besorgen oder sogar im Haus vorhanden. Viele finden es einfach, gleich künstliche Raumdüfte als Spray aus der Dose zu benutzen. Doch die industriellen Fertigprodukte sind weder individuell noch reicht die Qualität an die selbst zusammen gestellten Duftnotenraumduft selber machen heran.

Zudem duften sie, egal ob teuer oder günstig, immer irgendwie künstlich oder chemisch. Dabei ist es so einfach, für einen angenehmen und natürlichen Raumduft zu sorgen. Schließlich ist ein frisch gepflückter Blumenstrauß oder ein Bund aus frischen Lavendelblüten ein bezaubernd schöner und wundervoll angenehm riechender Raumduft auf eine ganz natürliche Art. Aber es gibt noch andere Methoden, um einfach einen eigenen Raumduft zu entwerfen.

Vorteile des eigenen Raumduftes

Die Vorteile liegen auf der Hand, sich einen Raumduft zu entwerfen. Menschen sind nun einmal spezielle Individuen mit unterschiedlichen Prägungen und Erinnerungen, weshalb jeder Mensch auf gewisse Düfte anders reagiert. Je individueller aber ein Raumduft auf einen Menschen abgestimmt wird, desto besser kann er zur Entspannung beitragen oder auf Wunsch auch anregend wirken. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, sich für verschiedene Gemütsstimmungen eigene Raumdüfte zu erstellen. So können frische Zitrusdüfte bei einem Menschen die gute Laune nach einem anstrengenden Arbeitstag wecken. Wer sich bei einer Meditationsübung entspannen möchte, kann eher zu Jasminduft oder Patschuli greifen.

Aus Natron einen Raumduft erstellen

Das weiße Natronpulver ist eigentlich ein gewöhnlicher Bestandteil in jeden Haushalt und ist beispielsweise im Backpulver enthalten. Natron ist preisgünstig in jedem Drogeriemarkt erhältlich und wird in der Küche gern verwendet, um unangenehme Gerüche zu beseitigen. Um es als Basis für einen eigenen Raumduft zu gebrauchen, braucht jemand nur ein altes Schraubglas. In das Schraubglas gibt man 2 bis 3 gehäufte Esslöffel Natronpulver und träufelt einige Tropfen eines Aromaöls darauf. Bei den Aromaölen gibt es eine riesige Auswahl und es gibt sie in unterschiedlichen Preiskategorien.

Allerdings sollte hierbei nicht Griff gleich zum Billigprodukt gehen, da diese meist künstlich erzeugt wurden. Bei Aromaölen empfiehlt es sich durchaus auf eine reine, hochwertige Bioqualität zu achten. Da nur winzige Mengen gebraucht werden, bleiben die Kosten dafür im Rahmen und die Düfte halten über einen sehr langen Zeitraum. Eine Alternative dazu stellen Gewürze wie Zimtstangen, Anis, Nelken oder dergleichen da. Auch eine Vanilleschote kann einen Raumduft abrunden. Wem die Farbe des Natron zu langweilig ist, kann das Natron problemlos mit Lebensmittel einfärben. Um das Glas noch schöner zu gestalten, eignen sich Schleifen, Bastel- oder Geschenkbänder.

Raumduft aus Alkohol erstellen

Um einen Raumduft auf Alkoholbasis zu erstellen, braucht es zunächst einen hochprozentigen Alkohol. Er sollte mindestens 50 Prozent haben und wird im Verhältnis auf 1 Teil Alkohol 2 Teile am besten destilliertes Wasser gemischt. Die Flüssigkeiten sollten in einem dekorativen Gefäß gemischt werden wie einem Glas oder eine Flasche. Dazu kommen10 bis 20 Tropfen ätherische Duftöle, die gerne gemischt werden können.

Allerdings sollten nicht mehr als drei Duftnoten zusammen gemixt werden, damit eine klare Duftlinie bleibt. Diese Gefäße lassen sich sehr trendy noch mit langen Holzstäbchen dekorieren. Die Stäbe sorgen sogar dafür, dass sich der Duft besser im Raum verteilen kann, da er über die Holzstäbchen aufsteigt. Es müssen aber keine speziellen Holzstäbe sein und wer noch hölzerne Schaschlikstäbchen zu Hause liegen hat, kann diese wie ähnliche Produkte verwenden.

Schlechte Gerüche mit schnellem Raumduft beseitigen

Es gibt im Haus immer wieder Vorgänge, bei denen unangenehme Gerüche wie beim Kochen entstehen. Diesen lässt sich aber relativ einfach entgegen wirken, indem beim Kochen ein Luft reinigender Raumduft aufgesetzt wird. Dafür braucht der Koch nur einen Topf mit Wasser aufzusetzen, in welches er einige Scheiben einer Zitrone gibt. Ebenso nützlich und passend ist dazu ein Zweig frischen Rosmarin, ein Vanilleöl oder eine aufgeschnittene Vanilleschote.

Diese Zutaten sollten zusammen aufkochen und eine Weile vor sich hin köcheln, was den unangenehmen Geruch aus der Wohnung vertreibt. Diese Zutaten können in einem kleineren Gefäß auch auf einer Heizung stehen oder vielleicht in der Nähe eines Kaminofens platziert werden. Sobald das Wasser verdunstet ist, kann es aufgefüllt werden. Allerdings verliert der Sud nach einigen Tagen seine Wirkung und sollte ausgetauscht werden.

Will man seinen Raumduft selber machen, wird es sicherlich nicht gleich beim ersten Versuch funktionieren. Lassen Sie sich von ersten kleinen Fehlversuchen nicht gleich entmutigen, sondern bleiben Sie am Ball. Dann wird Ihnen sicherlich ein eigener toller Raumduft gelingen.

Die Wirkung von verschiedenen Düften

Um sich einen passenden Raumduft zu mischen, ist die Erfahrung nicht wichtig, sondern ein bisschen herum experimentieren ist auch hilfreich. Wer sich aber schon etwas mit der Wirkungsweise der verschiedenen Düfte auskennt, tut sich eindeutig leichter.

So wirkt die Bergamotte angstlösend und entkrampfend, wobei sie gleichzeitig noch die Stimmung aufhellt. Der Duft von Eukalyptus ist ein guter Luftreiniger und hat eine antiseptische Wirkung. Fichtennadeln wirken belebend, spenden Energie und wirken anregend auf den Kreislauf. Jasmin löst innere Anspannung auf und lindert Stress. Dagegen ist der Duft der Kamille eine Beruhigung und harmonisiert Körper und Seele. Lavendel beruhigt nachhaltig, weshalb es häufig zum Einschlafen verwendet wird. Orangenduft belebt den Körper, fördert seine Kreativität und macht heiter und erfrischt. Rosenduft wirkt aphrodisierend und gleichzeitig entspannt er die Nerven auf eine angenehme Art.

Der Duft von Rosmarin schenkt einem Durchsetzungsvermögen und Willenskraft. Der Duft von Sandelholz wirkt dagegen erotisch, wärmt den Körper und gleicht Spannungen aus. Die Vanille wirkt ähnlich, macht allerdings fröhlicher. Ylang Ylang als Duft hellt die Stimmung, entspannt und beruhigt. Wer stark gestresst ist, sollte gleich zu Zedernholz greifen.

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